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Friday, November 4, 2011

Griechenland-Problem für Schulkinder

Eine vereinfachte Darstellung des Griechenland-Problems, die selbst Kinder verstehen werden.

Man stelle sich eine bäuerliche Großfamilie vor, die einen Riesenhof hat und sich komplett selbst ernähren kann (wenn sie alle am Hof arbeiten). Dann gibt ihnen plötzlich jemand unbeschränkten Kredit mit ganz niedrigen Zinsen. Sie rechnen sich aus, was ihre eigene Arbeitszeit kostet und zu welchen Preisen sie ihre gesamte Ernährung im Supermarkt kaufen könnten. Da der Supermarkt viel billiger ist als der eigene Hof, kaufen sie nun alles im Supermarkt (und brauchen selbst nicht mehr so viel zu arbeiten). Mit dem Rest der Kredite kaufen sie sich all das, was ihnen Freude macht und was sie sich bisher nicht leisten konnten.

Dann kommt der Punkt, wo die Bank keine Kredite mehr gewährt. Die Bauernfamilie muss sich aber nach wie vor ernähren und es gelingt ihr, von der Bank "Notkredite" zu bekommen, damit sie vom Supermarkt zumindest die Lebensmittel kaufen kann. Der Supermarkt drängt die Bank, diese Kredite zu gewähren, denn er will ja auch seinen Umsatz mit der Bauernfamilie nicht verlieren. Und die Schulden der Bauernfamilie steigen weiter. Das hat man bisher mit Griechenland gemacht (und die Griechen haben natürlich dabei fröhlich mitgemacht).

Was müsste man machen? Man müsste der Bauernfamilie sagen, dass sie selbst wieder ihren eigenen Hof bewirtschaften muss. Die Bauern werden vielleicht antworten, dass sie in der Zwischenzeit verlernt haben, wie das geht. Dann wird man es ihnen zeigen müssen. Die Bauern werden vielleicht sagen, dass sie die notwendigen Maschinen und Werkzeuge nicht mehr haben. Dann gibt man ihnen dafür – und nur dafür – einen Kredit.

Dann kann sich die Bauernfamilie wieder selbst ernähren, aber all die anderen Dinge, die sie früher noch genießen konnte, kann sie sich nicht mehr leisten und hat immer noch diese Schulden.

Die Bank wird sich also mit der Bauernfamilie zusammensetzen müssen und mir ihr analysieren, was die Mitglieder dieser Großfamilie vielleicht sonst noch machen könnten, um Zusatzeinkommen zu verdienen. Vielleicht könnten sie noch mehr landwirtschaftliche Produkte herstellen, als sie selbst benötigen und den Überschuß verkaufen? Vielleicht könnten sich ein paar Familienmitglieder einen Zusatzjob außerhalb des Hofes suchen? Vielleicht könnten sie Fremdenzimmer vermieten? Vielleicht könnten sie einen Teil ihres Grundes verkaufen? Vielleicht könnten sie eine Arbeitsgemeinschaft mit einem anderen Bauern machen? Etc. etc.

Auf jeden Fall wird man von der Bauernfamilie erwarten, dass sie genug arbeitet, um sich selbst zu ernähren und auch um ihre Schulden zu bedienen. Verlieren tut dabei der Supermarkt, denn dieser wird der Bauernfamilie nichts mehr verkaufen.

2 comments:

  1. So, so ist gibt also nicht in Griechenland bereits das zahlenmäßig größte Prekariat, es gab keine Dezember Revolte und keine daran beteiligte 700 Euro Generation. Es gibt nicht "die" Griechen und schon gar nicht hat die Mehrheit Kredite nach geschmissen bekommen, genauso wenig wie sie Steuern hinter zogen hat, weil das als Angestellete gar nicht geht und den Wohlfahrststaat bescheissen geht auch nicht, weil in Griechenland gibt es keine Sozialhilfe und in Griechenland müssen viele hungern. Aber das schafft Arbeitsplätze.

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  2. google:euro plündert deutschland google:euro,dynamit statt dynnamik Griechenland:bei weichwährung wurde abgewertet, und so konkurrenzfähigkeit erhalten(in verbindung mit zollgrenze) dazu: www.das-kapital.eu/nationalstaat.html mit einführung des euro bekam griechenland auf einmal viel,viel billiger kredite, volle taschen dadurch, und speziell elite konnte kaufen,was sie wollten,bis,ja bis dieses geld logischerweise eines tages zu ende ging. gleichzeitig wurde land so mit ausländischen waren überschwemmt,und viele heimische firmen gingen bankrott,machten zu usw.unternehmer schloß z.b eigene produktionsfirma(kein gewinn mehr und andere übel)und sattel-te auf lukrativere importfirma um. firmen weg, daher zuwenig arbeitsplätze und als folge menge mini-lohn-stellen,so das auch zu wenig kaufkraft, wodurch wieder viele firmen wenig absatz / umsatz haben. katze beißt sich in den schwanz

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